ALESTORM "Captain Morgan's Revenge"

Captain Morgan ist das coolste, was mir seit langem unter die Feder gekommen ist. Ja, er hat einen ähnlichen Bart wie Davey Jones und sieht auch dem Piraten aus dem Klassiker-Videospiel Monkey Island nicht unähnlich. Aber soll ich euch was sagen? Er ist meilenweit cooler und untoter als Davey Jones (sorry, Bill Nighy) und Monkey Island hat er vor Monaten schon bis zum Highscore durchgezockt, ausgeraubt, niedergebrannt und auf der dampfenden Asche einen Totentanz hingelegt. Ha! Das Cover war gerade fertig, als mich Max, der Labelchef von Napalm Records, noch bat, eine Ratte mit dazu zu malen. Ich: "Was, eine Ratte? Eine Schiffsratte?" Er: "Ja, am besten so eine halbverweste Zombie-Ratte, das wäre cool!". Und mit einem Seufzer ("die Metaller...") setzte ich mich wieder ans Zeichenbrett. Und mitterweile hat die Ratte genauso viele Fans wie Captain Morgan selbst! Und sie hat sogar einen Namen: Scurvy Steve (abgeleitet von engl. "scurvy" = "Skorbut"). Das Debütalbum der schottischen Metalband ALESTORM hatte eine ordentliche Welle unter dem Kiel und bretterte der Metal-Szene wie ein Panzer auf den polierten Anlegesteg. Die Rezensionen fielen durch die Bank sehr positiv aus, bescheinigte man doch den vier jungen Kerlen aus schottischen Landen, eine steife Brise frische Seeluft in die konservative Metal-Szene geblasen zu haben. Und in der Tat: Die Jungs sind trotz ihres zarten Alters nicht nur erschütternd trinkfest, sondern beherrschen auch noch ihre Instrumente virtuos. Die Texte sind im Prinzip schottische Seemannslieder, es geht um Alkoholzufuhr, Frauen, das Plündern und Kapern... so Zeug. Yo ho, Piraten!
Auftraggeber: Napalm Records / Alestorm